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Veranstaltungen im Jahr 2018





Singende Muse an der Pleiße

Freitag 25. Mai 2018, 19 Uhr
Kapitelsaal im Domkapitelhaus, Domsheide 8

Karten: An der Abendkasse zu 15 Euro
(ermäßigt 10 Euro)

Unter diesem Titel erschien 1736 in Leipzig eine Sammlung mit „2 mahl 50 Oden der neuesten und besten musikalischen Stücke mit den darzu gehörigen Melodien zu beliebter... Gemüthsergötzung“, herausgegeben von „Sperontes“, dem Leipziger Juristen Johann Sigismund Scholze (1705-1750). Diese Sammlung bietet ein gutes Bild von dem, was in der Mitte des 18. Jahrhunderts in häuslichen und gesellschaftlichen Kreisen gesungen und musiziert wurde, insbesondere das Volkslied steht hier im Vordergrund. Auch Johann Sebastian Bach war offenbar an der Enstehung des Bandes beteiligt, mindestens zwei der Melodien werden ihm zugeordnet. Die „Singende Muse“ traf genau die Bedürfnisse des Publikums und wurde so populär, dass nach 1742 drei weitere Bände zu je 50 Oden erschienen und der erste Band dreimal wiederaufgelegt wurde. In unserem Programm stellen wir Melodien aus der „Singenden Muse“ vor, ergänzt um Kompositionen von J. S. Bach und Suiten von Charles Dieupart aus Bachs Notenschrank.

Es musizieren Margaret Hunter (Sopran) Annette Keimel (Violine)
Bodo Lönartz (Viola) Harry Hoffmann (Laute)
Im Anschluss an das Konzert sind alle Gäste zu einem Glas Sekt eingeladen.

Margaret Hunter

Margaret Hunter


Die Stadtpfeifer

Samstag, 26. Mai 2018, 18 Uhr
Schloss Schönebeck, Im Dorfe 3, 28757 Bremen

Karten: An der Abendkasse zu 15 Euro (ermäßigt: 10 Euro)

Unser Konzert präsentiert die Musik mit Blasinstrumenten aus dem 18. Jahrhundert, dem Höhepunkt der Ära der Stadtpfeifer. Der Klang des Hochbarock wurde von Blasinstrumenten dominiert. Nach dem Vorbild des französischen Hofes Louis‘ XIV in Versailles entstanden in Deutschland zahlreiche Oboen-Musikgruppen in den Städten und an den Höfen, die oft „Stadtpfeifer“ genannt wurden. Allein in Halle gab es 24 solcher Ensembles. Sie spielten bei allen städtischen und höfischen Feierlichkeiten und in Konzerten, wurden zur Kirchenmusik herangezogen und bliesen das Zeitsignal vom höchsten Turm der Stadt. Die Stadtpfeifer des Barock in Deutschland waren zunftmäßig organisiert. Sie hatten eine strenge 5-6 jährige Ausbildung und lernten das Musizieren auf mehreren Blas- und Saiteninstrumenten auf hohem Niveau, dabei genoss die Trompete den höchsten Status. Diesem Umfeld entstammte Johann Sebastian Bach: sein Vater, Johann Ambrosius Bach (1645-1695) war Stadtpfeifer in Eisenach. J. S. Bach setzte die Stadtpfeifer vielfach in seinen Kantaten ein, so auch den Trompeter Gottfried Reiche, der um 1730 der berühmteste Stadtpfeifer in Leipzig war.

Es musizieren Susan Williams (Trompete), Luise Haugk (Oboe) sowie Teilnehmer des von Susan Williams geleiteten Workshops ‚Stadtpfeifer’.

Susan Williams

Susan Williams


Ungehörte Kostbarkeiten

Sonntag 27. Mai 2018, 18 Uhr
Klosterkirche Lilienthal

Karten: An der Abendkasse zu 15 Euro (ermäßigt: 10 Euro)

In der außergewöhnlichen Besetzung Flöte, Klarinette, Bratsche, Fagott und Cembalo spielen wir Werke der berühmten Bach-Söhne Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann. Auch wenn man bei C. P. E. Bachs Kammermusik nicht direkt an die Klarinette denkt, hat er sie doch seit 1762 in vielen Werken häufig eingesetzt. Die Sonaten aus dem Jahr 1767 für Klarinette, obligates Fagott und Cembalo sind von der barocken Triosonate abgegrenzt und weisen deutlich in die Klassik. C. P. E. Bachs ‚Quartette‘ für Flöte, Bratsche und obligates Cembalo bestechen durch ihre besonderen Klangfarben und Empfindsamkeit - erstaunlich, dass sie so selten zu hören sind. Wilhelm Friedemann Bach war nicht nur der älteste Sohn von Johann Sebastian, sondern wohl auch einer der markanten Lichtgestalten zwischen Barock und Klassik. Er galt als ausgesprochen experimentierfreudig, was ihm zu Lebzeiten nicht nur Freunde einbrachte. Aber eben diese Experimentierlust führt dazu, dass sich heute noch Musiker überlegen, eine seiner Triosonaten mit Flöte und Klarinette zu besetzen - einer Kombination, die Mitte des 18. Jahrhunderts noch ungewöhnlich war, aber klanglich ausgesprochen spannend ist.

Es musizieren Bernhard Kösling (Klarinette) Dorothee Kunst (Traversflöte) Bodo Lönartz (Bratsche) | Victor Gutu (Fagott) Renate Meyhöfer-Bratschke (Cembalo)


Renate Meyhöfer-Bratschke


Bach in Potsdam - Telemann in Paris

Sonntag, 14. Oktober 2018, 17 Uhr
Kirche St. Ansgarii,

Karten: An der Abendkasse zu 15 Euro (ermäßigt: 10 Euro)

Johann Sebastian Bachs legendärer Besuch in Potsdam im Jahr 1747, bei dem er auch von Friedrich II. empfangen wurde, hat uns eines der Spätwerke des Meisters geschenkt. Bach lehnte zwar ab, in Gegenwart des Königs ad hoc eine sechsstimmige Fuge über das von Friedrich vorgegebene Thema zu improvisieren, schickte aber bald nach seiner Rückkehr nach Leipzig sein “Musikalisches Opfer” dem König zu, in dem nicht nur die gewünschte Fuge, sondern auch eine Reihe von kanonischen Variationen zum Thema des Königs und eine Triosonate enthalten sind. Für die gleiche Instrumentalbesetzung hat Georg Philipp Telemann bei seinem außerordentlich erfolgreichen Besuch in Paris 1737/38 die “Pariser Quartette” geschrieben. Diese Quartette erschienen im Druck, und auf der Subskribentenliste findet sich „Mr. Bach de Leipzig“ - Johann Sebastian Bach! In unserem Konzert hören Sie u. a. Bachs Triosonate und eines der Pariser Quartette Telemanns, was einen interessanten Vergleich zwischen der Musik des großen Meisters und der des angeblichen “Vielschreibers” ermöglicht.
Hans-Dieter Renken wird dazu über die Struktur von J. S. Bachs Musik referieren.

Es musizieren Dorothee Kunst (Traversflöte) Annette Keimel (Barockvioline) Jenny Westman (Viola da Gamba) Hans-Dieter Renken (Cembalo)



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Die Bachkantate im Radio

An jedem Sonntag ist im Radio NDR Kultur (in Bremen UKW 94,4) zwischen 8.00 Uhr und 8.40 Uhr eine Bach-Kantate zu hören.


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